Ausgangssituation
Infolge einer brandschutzbedingten Planänderung mussten innerhalb kurzer Zeit mehrere neue Seminarräume eingerichtet werden. Ziel war es, eine moderne, zukunftsfähige Infrastruktur zu schaffen, die sowohl klassische Vortragssituationen als auch hybride Konferenzformate zuverlässig unterstützt. Dabei sollte die Bedienung für Nutzerinnen und Nutzer so einfach wie möglich bleiben.
Herausforderung
Die baulichen Gegebenheiten stellten besondere Anforderungen an die Planung und Ausführung. Das Projekt umfasste drei große Seminarräume, die sich bei Bedarf zu einem gemeinsamen Raum öffnen lassen und auch medientechnisch flexibel als Einzelräume oder als zusammengeschaltete Einheit betrieben werden müssen. Die ungewöhnliche Raumhöhe erforderte zudem eine präzise Auswahl und Positionierung von Mikrofonen, Lautsprechern und Projektoren. Zusätzlich mussten alle technischen Komponenten brandschutzkonform und raumübergreifend miteinander verbunden werden. Eine weitere Herausforderung bestand in der nahtlosen Systemintegration. Kamera, Mikrofone, Lautsprecher und Steuerung mussten so aufeinander abgestimmt werden, dass trotz der offenen Raumstruktur ein intuitives und zuverlässiges Zusammenspiel möglich ist. Auch beim Zusammenschalten der Räume sollte die Bedienlogik konsistent bleiben, damit sich die Technik ohne Umdenken an die jeweilige Raumkonfiguration anpasst.
Lösung
Vernetzte Seminarlandschaft mit intelligentem Kernsystem
Im neu errichteten Seminarbereich entstand eine modular nutzbare Raumstruktur. Drei große Seminarräume können bei Bedarf zu einem gemeinsamen Raum geöffnet werden und sind medientechnisch so vernetzt, dass sie sowohl einzeln als auch zusammengeschaltet betrieben werden können. Die einzelnen Räume sind unterschiedlich groß, aber technisch einheitlich ausgestattet. Alle Räume sind für hybride Meetings vorbereitet. Kameras an Vorder- und Rückseite ermöglichen eine klare Erfassung von Sprechenden und Teilnehmenden. Im Foyer wurde zusätzlich eine Lautsprecherlösung realisiert, wohingegen Präsentationstechnik in diesem Bereich bewusst nicht integriert wurde. Die Steuerung erfolgt über fest verbaute Touch-Panels mit übersichtlicher Benutzerführung. Die Bedienlogik passt sich dabei automatisch an die jeweilige Raumkonfiguration an: Einzelraum oder zusammengeschaltete Nutzung, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer umdenken müssen. Bei Bedarf kann auch von einem zentralen Raumrechner oder einem mobilen Endgerät auf das System zugegriffen werden. Die technische Infrastruktur wird durch ein zentrales QSC Core-System gesteuert. Ein zweites Core-System befindet sich an einem anderen Standort und übernimmt bei Ausfall automatisch die Funktion als Backup. Für die Montage ausgewählter medientechnischer Komponenten kamen Lösungen von PeTa zum Einsatz.

